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Bei Kartoffeln beispielsweise findet man auf dem Etikett manchmal die Angabe "nach der Ernte behandelt". Dieser Hinweis bezieht sich auf die Oberflächenbehandlung der Kartoffeln nach der Ernte. Um eine frühzeitige Keimung oder Fäulnis zu vermeiden, werden Keim- und Schimmelbehandlungsmittel eingesetzt. Zugelassen sind die Stoffe Chlorpropham, Imazalil und Thiabendazol. Sie sorgen für eine längere Haltbarkeit der Knolle und sind biologisch abbaubar. Für den menschlichen Körper sind sie unbedenklich. Wer jedoch gerne Kartoffeln mit Schale isst, kann auf Bio-Ware oder Frühkartoffeln zurückgreifen. Kartoffeln aus ökologischem Anbau dürfen zum Einlagern nur mit einem natürlichen Extrakt aus Pfefferminzöl behandelt werden. Frühkartoffeln sind nur sehr bedingt lagerfähig und werden deswegen nur sehr selten behandelt. Behandelte Lagerkartoffeln sollten dagegen besser geschält verzehrt werden.
Die Schale von Zitrusfrüchten besitzt eine natürliche Wachsschicht, welche die Früchte vor Schädlingsbefall und Austrocknung schützt. Bei der Reinigung der erntefrischen Früchte wird oft die natürliche Wachsschicht mit entfernt. Um vorzeitigen Verderb und schnelles Austrocknen zu verhindern, werden die Früchte oftmals anschließend wieder mit Wachs überzogen. So behandelte Früchte tragen auf dem Etikett den Hinweis „gewachst“. Die eingesetzten Wachse sind für den Körper unbedenklich.
Nicht jedes Öl eignet sich für die Zubereitung beim Backen und Braten. Entscheidend ist hier das Fettsäuremuster. Ein hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren macht ein Öl hitzestabil. Sind hingegen viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, so sollte man das Öl nicht hoch erhitzen. Es kommt so schnell zur Rauchbildung, da es zur Oxidation der mehrfach ungesättigten Fettsäuren kommt. Zudem eignen sich raffinierte Öle am besten, da diese unter Hitze gewonnen werden und so unempfindlicher als kaltgepresste Öle sind. Zum Braten und Backen eignen sich Rapsöl, Sonnenblumenöl und Erdnussöl.
Die Bezeichnung „Serviervorschlag“ steht oft bei Bildern von dekorierten Lebensmitteln oder servierfertigen Gerichten. Diese Abbildungen stellen oft nicht nur das in der Packung enthaltene Lebensmittel dar. Zusätzlich werden dort Lebensmittel oder Utensilien verwendet, die nicht in der Verkaufsverpackung enthalten sind. Um die Verbraucher nicht zu täuschen, wird dies mit dem Ausdruck „Serviervorschlag“ gekennzeichnet.
Das so genannte „Parboiling“ ist ein industrielles Verfahren zur Reisbehandlung. Es sorgt für mehr Nährstoffe im Reiskorn und macht den Reis besonders locker. Bei dem Verfahren wird der rohe Reis zunächst eingeweicht und mit heißem Dampf behandelt. Während dieser Behandlung wird ein hoher Anteil der im äußeren Silberhäutchen enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe in das Innere des Reiskorns gepresst. Erst nach dem Trocknen folgt das Schälen und Polieren.
Damit ist Parboiled Reis ernährungsphysiologisch wesentlich wertvoller, als direkt geschliffener weißer Reis. Zugleich wird beim Parboiling die Oberfläche der Reiskörner durch die enthaltene Stärke verkleistert. So ist der gekochte Reis weniger klebrig und ideal für körnig-lockere Reisgerichte. Für Gerichte, die eine klebrige Konsistenz erfordern, wie beispielsweise Sushi oder Risotto, eignet er sich dagegen nicht so gut. Erkennbar ist Parboiled Reis auch an seiner leicht gelblichen Farbe, die allerdings beim Kochen verschwindet.
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