Wenn die Tage kürzer werden und die Sonne nur noch selten durch die Wolkendecke blinzelt, werden viele Menschen lustlos und verkriechen sich in den eigenen vier Wänden. Verantwortlich dafür ist die geringere Lichtintensität. Denn Licht steuert die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Je weniger Licht unser Körper bekommt, desto mehr Melatonin produziert er – die Folge sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und miese Stimmung. Doch dagegen können Sie etwas tun! Gerade jetzt ist es wichtig, dem Körper zu geben, was ihm fehlt!
Wer lustlos in der Bude hockt, braucht vor allem eins: viel Licht. Auch wenn es draußen trübe und ungemütlich aussieht, einfach dick einmummeln und raus vor die Tür. Selbst an einem bewölkten Novembertag beträgt die Lichteinstrahlung noch 3.500 Lux, in geschlossenen Räumen dagegen nur 800 Lux. Also gehen Sie mal zu Fuß zum Bäcker oder zum Briefkasten oder machen Sie in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang. Das belebt und bringt den Alltag wieder in Schwung.
Bei sportlichen Aktivitäten wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Das sorgt für gute Laune und neuen Elan. Am besten fangen Sie gleich morgens an. Auch wenn’s schwer fällt: Lassen Sie Ihren Wecker 15 Minuten früher klingeln, und gönnen Sie sich Zeit zum Wachwerden. Zuerst strecken und dehnen Sie sich genüsslich. Starten Sie nun mit leichter Frühgymnastik im Liegen, beispielsweise „Fahrradfahren“ im Bett. Das steigert die Fettverbrennung und belebt die Seele. Dann stehen Sie langsam auf, öffnen das Fenster und atmen tief ein. Dabei die Arme heben und beim Ausatmen wieder sinken lassen. Jetzt ab unter die warme Dusche – die kurbelt den Kreislauf sanft an. So fangen Sie den Tag frisch an.
Übrigens: Sport an der frischen Luft stärkt zugleich das Immunsystem. Nutzen Sie das Tageslicht beispielsweise zum Wandern oder um im Wald und auf den Feldern zu toben. Das bringt Sie bestimmt auf gute Gedanken.
Für gute Laune sorgt auch unser täglich Brot. Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Zudem gelten manche Lebensmittel als Stimmungsaufheller. Scharfe Gewürze beispielsweise zählen zum sogenannten Mood-Food. Durch die brennenden Reize auf der Zunge werden Endorphine ausgeschüttet, die beruhigen und Hochgefühle auslösen.
Schokolade macht glücklich, denn sie enthält sowohl Zucker als auch viel Tryptophan. Dadurch kann aus Tryptophan das Glückshormon Serotonin gebildet werden. Aber zu viel Schokolade macht auch dick und träge und damit meist unglücklich. Unser Tipp: Auch Fleisch, Eier, Milch und Getreide enthalten Tryptophan – und sättigen zugleich. Oder greifen Sie hin und wieder zu Cashew-Nüssen, die neben Tryptophan wertvolle ungesättigte Fettsäuren enthalten, allerdings auch viele Kalorien.
Schaffen Sie zu Hause eine heimelige Atmosphäre, tauchen Sie Ihre vier Wände in stimmungsvolles Kerzenlicht – das bringt Entspannung und beruhigt Körper und Seele. Diese positive Wirkung können Sie mit Duftstoffen verstärken. Aromen setzen Botenstoffe im Gehirn frei, die positive Empfindungen hervorrufen. So wirken Sandelholz und Lavendel beispielsweise beruhigend, Rose und Jasmin aphrodisierend und Orange sowie Lemongrass belebend.
Nutzen Sie die duftenden ätherischen Öle auch für ein Entspannungsbad zum Ende eines Tages. Träufeln Sie ein wenig Öl in das heiße Nass, sorgen Sie für angenehme Musik, und genießen Sie bei Kerzenschein einen Wellnesstag zu Hause. Da schwimmen die trüben Gedanken leise davon.